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Städtebauliche Rahmenbedingungen

Der Domplatz nimmt aufgrund seiner speziellen Lage als Trittstein zwischen den Schwerpunkten der Innenstadt und der HafenCity eine Schlüsselposition ein. Er war bis 1943 eine bebaute Fläche, nie ein freier Platz. Die stadträumlich- historische Situation hat sich mit dem Durchbruch der Domstraße fundamental geändert. Betrachtet man die eigentliche Wegeverbindung wird deutlich, wie diffus sich die räumliche Situation heute darstellt. Es ist, was die städtebauliche Seite anbetrifft eine schwierige Wegeverbindung.

Als Grundlage für eine Bebauung des Domplatzes sucht die Stadt daher eine städtebaulichen Gesamtkonzeption für die Fläche zwischen St. Petrikirche und Alter Fischmarkt sowie zwischen Schmiedestrasse und Pressehaus, die die Frage der Verknüpfung als wichtiges Thema beinhaltet. Die Fläche Speersort als eingetragenes Kulturdenkmal ist im Zuge des städtebaulichen Wettbewerbs einer besonderen Würdigung zu unterziehen. Ziel ist eine Bebauungsstruktur mit hohem Wiedererkennungswert und guter Orientierungswirkung sowie gut gestaltete öffentliche Räume mit erheblicher Aufenthaltsqualität.

Bebauungs- und Nutzungsstruktur der Umgebung

Die den DOMPLATZ umgebende Bebauungsstruktur ist nordöstlich und östlich des Domplatzes (siehe Abbildung) mit 5 bis 6 Obergeschossen zuzüglich Staffelgeschossen bzw. Zwischengeschossen und für Einzelhandelsflächen genutzte Erdgeschosse sehr städtisch geprägt. Dies trifft ebenfalls für die nordwestlich angrenzende Bebauung an der Domstraße und Schmiedestraße zu (siehe Abbildung). In den Obergeschossen haben sich überwiegend Büros und Dienstleistungsunternehmen niedergelassen.

Die Bebauung Alter Fischmarkt, die bis an die Domstraße heranreicht, nimmt mit 1 bis 2 Obergeschossen weniger und mit geringeren Hausbreiten eine kleinteiligere Haltung ein (siehe Abbildung).

Entlang dem Schopenstehl befinden sich neben der Bebauung neueren Datums Schopenstehl/Ecke Alter Fischmarkt zwei historische und denkmalgeschützte Gebäude (Rokoko und Barock). Die neuzeitliche Bebauung weist wie die historische Bebauung Einzelhandelscharakter auf.

Alle dem DOMPLATZ umgebenden Gebäude sind im Erdgeschoss öffentlich zugänglich, überwiegend durch die Nutzung als Einzelhandelsflächen und Gastronomie siehe Abbildung).

Flächennutzungsplan

Im Flächennutzungsplan von 1997 (siehe Infothek) ist der DOMPLATZ als gemischte Baufläche dargestellt, dessen Charakter als Dienstleistungszentrum für die Wohnbevölkerung und für die Wirtschaft durch besondere Festsetzungen gesichert werden soll.

Bebauungsplan Ergänzende planungsrechtliche Grundlage bilden der Teilbebauungsplan 45 vom 19.12.1951, der im Wesentlichen die jetzigen Straßenlinien definiert sowie der Baustufenplan Innenstadt vom 14.01.1955 (siehe Infothek).

Baurecht

Derzeit ist davon auszugehen, dass für die geplante Bebauung das Baurecht durch einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan gemäß § 12 BauGB geschaffen werden muss.

Stellplatznachweis

Die Anzahl der notwendigen Stellplätze ist abhängig von den vorgesehenen Nutzungen / Flächen.

Analog zu der Berechnung der notwendigen Stellplätze ist auch eine Berechnung der notwendigen Fahrradplätze erforderlich, hier wird überschlägig von einer notwendigen Anzahl von ca. 150 Fahrradplätzen ausgegangen. Die Fahrradplätze sind möglichst auf dem Grundstück nachzuweisen und sollten aufgrund der vorgesehenen Nutzungsarten öffentlich zugänglich untergebracht werden.

Über das erforderliche nachzuweisende Maß hinaus wird die Möglichkeit zur Schaffung öffentlich nutzbarer Stellplätze gemäß Beschluss des Senats vom 15.07.2003 in bis zu zwei Untergeschossen gegeben.

Vorgaben zur Bebauung

Ziel ist, dem DOMPLATZ mit einer repräsentativen Bebauung wieder die Bedeutung im Herzen der Stadt zukommen zu lassen, die er aufgrund seiner historischen Bedeutung hat.

Die folgenden Vorgaben gilt es zu berücksichtigen:

  • Die Bebauung an der Domstraße soll sich an der Traufhöhe der St. Petri Kirche orientieren (ca. 18,50 m über Gelände), was ca. 5 bis 6 Geschossen entspricht. Im südlichen Grundstücksbereich (Schopenstehl) ist bedingt durch das abfallende Gelände eine siebengeschossige ca. 3,0 m höhere Bebauung denkbar.

  • Es sind bis zu zwei Tiefgeschosse auf dem Domplatz zulässig, in denen auch öffentlich nutzbare, privat bewirtschaftete Stellplätze vorgesehen werden können.

  • Sämtliche öffentlich zugänglichen Bereiche sind barrierefrei zu planen.


Quelle:
Auslobungsunterlagen (Hamburg, 09.05.2005)
Projektentwicklungsgesellschaft Domplatz mbH
Realisierungswettbewerb Domplatz Hamburg
© Drees & Sommer GmbH
6676_Auslobung_Domplatz_Hamburg_online_11_05_05.doc




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Stadtplan (Quelle: hamburg.de