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Internetdiskurs Neugestaltung des
Hamburger Domplatzes 2007


www.domplatz.hamburg.de
Forum: Neubau




"Domplatz-Forum" mit Schaufenstern
 Beteiligte
werkkunst


 Kurzbeschreibung
Vorgesehen ist eine Bebauung des Domplatzrandes. Diese Randbebauung könnte aus drei Ecktürmen bestehen, die durch zwei gerade (Schopenstehl, Buceriusstraße) und einen geschwungenen Gebäuderiegel (Domstraße, Schmiedestraße) in luftiger Höhe verbunden sind. Der Grundriss entspräche einem Kreissegment.


 Gestaltung
Denkbar ist eine Aufständerung der Gebäuderiegel über eine Höhe von drei Etagen. Dadurch wäre der Blick von den umliegenden Straßen auf den Domplatz frei - und umgekehrt. Das "Domplatz-Forum" sollte nicht höher als 6 oder 7 Etagen sein - die drei Ecktürme gerne eine Etage höher. Dazwischen könnten auf den Gebäuderiegeln Dachterrassen entstehen. Statt der Aufständerung wäre unter den Gebäuderiegeln auch eine Brückenkonstruktion möglich (siehe Hansetic Trade Center, zwischen Kehrwieder 11 und 12).

Die drei Ecktürme müssen sich aber nicht direkt an den Grundstücksecken befinden. Wenn zum Beispiel an der Straßenecke Schopenstehl/Schmiedestraße die Grabungsstätte an Ort und Stelle erhalten bleiben soll, ließe sich der Turm etwas nach Norden verschieben. Eine schwebende Ecke könnte zusätzlich für eine optische Dynamik sorgen.

Die Verlärmung des Platzes wird durch Glaswände/"Schaufenster" zwischen den Türmen beziehungsweise unterhalb der Gebäuderiegel verhindert. Ein Glasdach über dem Innenhof/Domplatz schafft einen wetterunabhängigen und ruhigen Ort für diverse Veranstaltungen (Vorträge, Diskussionen, Märkte, Ausstellungen etc.).

Der Platz selbst könnte mit einem Mosaik gepflastert werden, welches von den oberen Etagen besonders gut zu sehen wäre. In Kellergewölben darunter bietet sich viel Platz für eine Ausstellung der Grabungsfunde. Ein Zugang kann vom Platz aus (wie beim Mahnmahl St. Nikolai) oder über die drei Türme erschlossen werden. Alternativ könnte der Platz aus einer Kombination von offen gelassenen Grabungsstellen, Stegen und Plasterung bestehen.

Die architektonische Gesamtfigur weckt Assoziationen an eine Burg im Stile Mario Bottas - zeitlos und elegant. Eine Backsteinfassade mit Zierelementen wie am Sprinkenhof könnte eine stilistische Klammer für das Kontorhausvietel schaffen.

Es gibt zwei Inspirationsquellen. Die Konstruktion ist abgeleitet vom Projekt "Wolkenbügel" von El Lissitzky, 1924. Für die Optik und Wirkung halte ich die Strenge und Klarheit diverser Projekte von Mario Botta für passend. Mit der Größe und dem Aussehen soll das Domplatz-Forum ein Teil seiner Umgebung sein und sie gleichzeitig bereichern, nicht aber dominieren. - Dieser Status soll der Petrikirche vorbehalten bleiben.

In Anlehnung an die Fassade des Sprinkenhofs mit ihrer Netz- und Reliefstruktur kann ich mir hier eine ähnliche Fassade sehr gut vorstellen. Statt der Keramik-Reliefs könnten runde messingfarbene Hologramme mit Hamburg-Themen in die Fassade integriert werden - sofern diese wetterbeständig und bezahlbar sind. (- Die geschwungene Fassade entlang der Domstraße könnte damit aufwändiger gestaltet sein, da sie von der anderen Straßenseite besonders stark ins Auge fällt.)

Ein Themenpark zur Geschichte Hamburgs und des Domplatzes kann innerhalb des Forums entstehen. Dazu bietet sich die Fläche unter den schwebenden Gebäuderiegeln an. Die Platzmitte bleibt für Veranstaltungen frei. Dieser Themenpark kann aus Schautafeln, Vitrinen, Info-Ständen, einer Galerie mit bekannten Hamburger Köpfen in Bronze oder Ähnlichem bestehen. Insgesamt ist es ein Appetizer, der Hinweise zu Museen und Ausstellungen gibt, wo die Themen ausführlicher behandelt werden. Außerdem könnte im Domforum die Touristenzentrale, ein hochwertiger Hamburg-Shop (mit Büchern, Münzen, Drucken, Postkarten, Postern, Andenken) und eine Konzertkasse als Mieter angesiedelt werden. Das Mosaik in der Platzmitte könnte die Entwicklungsstufen des Hamburger Stadtgebietes in verschiedenen Farben oder Hamburg zur Zeit der Stadtgründung darstellen.


 Nutzungszweck
In den 3 bis 4 Etagen hohen Gebäuderiegeln wären Büroflächen am lukrativsten. Dafür spricht die große Freifläche darunter und im Hof/auf dem Domplatz. An einem geschichtsträchtigen Ort wie diesem lassen sich bestimmt alteingesessene und zahlungskräftige Handelsfirmen gerne nieder. Das wäre eventuell auch der richtige Ort für Dependancen ausländischer Firmen, die in Hamburg also nur ein Kontaktbüro unterhalten wollen. Hier könnte die Handelskammer als Vermittler dienen. Diese Form der Handels- und Wirtschaftspflege könnte ihren Schwerpunkt auf die Beziehungen mit den Partnerstädten setzen.

An einer ruhigen Seite (Buceriusstraße oder Schopenstehl) wären Wohnungen mit Balkons oder Loggien eine Belebung. (Zur Hofseite ist das wohl weniger praktikabel, wenn in den oberen Etagen gelegentlich Bettwäsche gelüftet würde.) Das Glasdach über dem Domplatz kann an der Unterkante oder an der Oberkante der Gebäuderiegel befestigt sein. Im letzten Fall ist die Raumwirkung besser. Einem Gewächshauseffekt kann mit Sonnenschutzglas vorgebeugt werden. Die Breite der Gebäuderiegel sollte in etwa der der Türme entsprechen. Auf den Gebäuderiegeln, also zwischen den Türmen, könnte man mit einem Staffelgeschoss Raum für ganzjährige Gastronomie mit einer Dachterrasse für den Sommer schaffen. - Die St.Petrikirche bietet nicht nur bei einem Abendessen eine attraktive Kulisse. Die drei Türme sind nur für die Erschließung (Treppenhäuser/Fahrstühle) der oberen Etagen sowie der Kellergewölbe gedacht. Aus Sicherheitsgründen könnten noch ein/zwei minimalistische Nottreppen (Wendeltreppen) die Gebäuderiegel mit der Platzebene verbinden.

Die Parkplatzfrage sollte unter Berücksichtigung des Parkhauses Große Reichenstraße geklärt werden. Eine Tiefgerage könnte unter einem Teil des Platzes entstehen ohne die Grabungsfunde zu beseitigen. Für Touristenbusse kann entlang der Domstraße eine Parkspur eingerichtet werden.

Eine Ansiedelung der Zentralbibliothek führte wahrscheinlich nicht zu den gewünschten Mieteinnahmen. Für den Bezug zum früheren Wissensstandort eignet sich vielleicht ein Presse-Museum.


 Umsetzung & Finanzierung
Durch ein Investoren-Konsortium, das die historische Bedeutung des Ortes zu würdigen und zu fördern weiß; Mieteinnahmen durch Büroflächen, Gastronomie, (Presse-Museum,) (Parkplätze,) Touristenzentrale, Konzertkasse, Eintritt für Kellergewölbe, (Aussichtsplattform), Einnahmen aus dem Hamburg-Shop und temporäre Vermietung des Platzes für passende Veranstaltungen.





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