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Vorschlag von Eckhart Reinert
Von: Moderator 14.06.2007 | 15:12

Per Fax an das Moderatorenteam.


Eckhart Reinert:

1.Das Gelände stellt als „Untergrund“ Hamburgs besondere Anforderungen. Nicht umsonst ist es bisher von Bebauung freigehalten worden.

2.Die Bebauung war bis Kriegsende eher beliebig. Das Gebäude des Johanneums, später der Stadtbibliothek war in der durch Backstein geprägten Umgebung ein Fremdkörper.

3.Der Bau muss sich stilistisch der Umgebung anpassen, die — abgesehen vom Persiehl-Haus — durch Backstein geprägt ist.

4.Der Bau sollte die Geländeform nachbilden, also gut 10 m betragende Gefälle zwischen Petrikirche und Schopenstehl, was bedeutet, dass er im Norden so hoch sein könnte, wie das Pressehaus, dann aber stufenweise bis auf zwei Stockwerke absinken muss, um die letzten Barockhäuser am Schopenstehl nicht zu erdrücken.

5.Diese Lösung würde auch dem Wunsch entgegenkommen, keine Block-, sondern nur eine Blockrandbebauung zu schaffen, bei der der Innenhof weitgehend unverschattet bliebe.

6.Und wofür? Welche Nutzung wäre dem Platz angemessen? Das Staatsarchiv scheidet leider wegen der Verlegung nach Wandsbek aus. Die HÖB könnte man aus dem Mietverhältnis für den Hühnerposten befreien, angemessener erscheint aber ein „Haus der Bürgerschaft“. Deren Raumbedarf ändert sich von Wahlperiode zu Wahlperiode. Mal sind es nur drei, mal aber fünf Fraktionen, so dass Räume außerhalb des Rathauses angemietet werden müssen. Außerdem besteht Bedarf an Abgeordnetenbüros. Die Wahlkreisabgeordneten werden ein Büro im Wahlkreis suchen, die Listenabgeordneten aber eines im Zentrum. Wie man mit wechselnden Raumbedürfnissen umgeht, hat die EU-Kommission schon vor Jahren vorgemacht: Modularer Aufbau. Die — schalldichten — Zwischenwände lassen sich von Fenster- zu Fenstersachse verschieben. Dies bietet auch die Gelegenheit, nicht benötigte Räume vorübergehend zu vermieten.

Mir ist bewusst, dass meine Vorschläge unter dem bleiben, was bei maximaler Nutzung des Geländes möglich wäre — aber sollte unsere Stadt nicht wert sein, auch einmal weniger auf Kosten und Erlöse als vielmahr auf unsere Geschichte zu sehen?

Mit freundlichen Grüßen
Eckhart Reinert







Kommentare
:-)
von Klaus   |   14.06.2007 | 15:55
Hallo Herr Reinert,

ich muss Sie leider etwas Korigieren, der Höhenunterschied beträgt keinesfalls 10m schauen Sie sich diesen Link an.

 Link

Dann zur HÖB und deren Zukünftiger Standort, der ist nun für die nächsten 15 Jahre besiegelt, es sei denn man hat sich in den Vertrag eine Rücktrittsklausel oder früheres Kündigungsrecht eingebaut.

Teure Planänderung  Link

Desweiteren war ich am Sonntag vor Ort, und habe mir rund um den Domplatz alle Gebäude angesehen, und ich nuss sagen einwirklich Kunderbuntes Bau Arsenal der Baustiele ist dort vertreten.

Und zu den Abgeordneten und Bürgerschafts Büros, wenn ich es in Prozent ausdrücken sollte, dann würde ich sagen das Mindestens 10% der Städischen Büroflächen leer stehen, als könnte jeder Politiker sicher für jeden Zweck ein Büro ermieten, "ohne" den Domplatz dafür bebauen zu müssen.

Der sollte schon etwas inteligenterem Vorbehalten bleiben.

Aber trotzdem haben Sie interessante Thesen.

Vielen Dank

Klaus


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